Making of: Technischer PoC einer Live-Übertragung

Ein wichtiger Bestandteil der CoLearning Events sind Live-Übertragungen. Diese sind technisch anspruchsvoll zu realisieren und wir konnten heute einen Proof of Concept (PoC) für dieses Element durchführen. Den Rahmen bot das 89. Agile Breakfast in Zürich, welches von der swissICT-Fachgruppe Lean, Agile und Scrum, veranstaltet wird.

Blick in den Webinar-Raum während der Übertragung

Der Speaker, Moreno della Pica, war dankenswerterweise einverstanden und wir luden einige Mitglieder der swissICT-Fachgruppe Lean Agile und Scrum ein, um den Test live und online zu verfolgen und in Bezug auf die Übertragungsqualität zu kommentieren. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Tester und an die Fachgruppe.

Ich treffe morgens um 7:15 mit dem Kofferstudio bei der swissICT in Altstetten ein (danke an Carol, dass du so früh schon da bist). Den Aufbau des mobilen Studios hatten wir glücklicherweise vor einigen Wochen im gleichen Raum schon einmal geprobt und jetzt bin ich froh, die Steckdosen und Kabel nicht mehr suchen zu müssen.

Zuerst baue ich die zwei mobilen Scheinwerfer auf, dann die Kamera, den Laptop, das Mischpult, die Receiver für die tragbaren Mikrofone: eines für den Speaker, eines für den Moderator und eines fürs Publikum. Mikrofone braucht man im Raum selbst nicht, für die Live-Übertragung jedoch schon.

Die Verkabelung der einzelnen Komponenten ist relativ zeitaufwändig. Nach etwa 30 Minuten ist alles installiert und ich kann im CoLearning Space einloggen. Die Verbindung der Kamera und der Mikrofone mit dem CoLearning Space muss getestet werden.

Das Licht hat sich verändert, helles Sonnenlicht dringt zur Fensterfront herein. Es ist so hell, dass ich es wage, den Scheinwerfer beim Fenster auszuschalten. Da nur etwa 15 Teilnehmer angemeldet sind, bleibt viel freier Platz im Raum. Die mobilen LED-Scheinwerfer aus dem Kofferstudio sind nicht fernbedient – ich bei Bedarf würde einfach rasch und diskret durch den Raum laufen und den einen Scheinwerfer wieder einschalten, meinte ich.

Das mobile Studio ist fertig aufgebaut.

Da trifft Moreno, der Speaker ein. Er zeichnet einige Bilder auf die Flipcharts. Ich stelle die Kamera für die Flipcharts scharf ein. Der Tontest verläuft diesmal reibungslos: alle Mikrofone liefern ein gutes Audio.

Timo, der Moderator des heutigen agile Breakfast meint, dass sein Standard-Intro von ca. 5 Minuten nicht aufzuzeichnen sei.

8 Uhr 20 – die ersten Testpersonen loggen sich im CoLearning Space ein. So ist es geplant: Die remote Teilnehmer hören und schauen zu. Fragen stellen sie via Chat und ich lese diese dann für alle vor. In einem Webinar, und darum handelt es sich ja eigentlich, hat sich diese Form bewährt. Gerade dann, wenn viele Teilnehmer dabei sind. Und dieses Szenario wollen wir ja testen – mit vier Teilnehmern.

Die Webinarplattform ist an sich leicht zu bedienen. Bei einigen Teilnehmern ist das Audio nicht auf Anhieb hörbar. Dann hilft es, wenn sie sich ausloggen, den Browser herunterfahren, das Headset entfernen, es wieder anschliessen, den Browser neu starten und sich neu einloggen. Doch bei den meisten Teilnehmenden funktioniert das Audio ohne Schwierigkeiten.

Um 8:30 strömt das Publikum in den Raum. Bald sind alle Stühle besetzt und noch immer kommen Leute herein. Offenbar waren viele Kurzentschlossene dabei. Stühle sind schnell organisiert, alle rücken zusammen und das Breakfast kann beginnen. Timo spricht die Einleitung, und ich verkabele währenddessen Moreno mit dem Krawattenmikrofon. Wir hatten es vorher schon getestet.

Morenos Vortrag wird problemlos übertragen. Doch die Teilnehmer im Chat schreiben, das Audio sei nicht so gut. Ich suche nach Ursachen und merke, dass eines der anderen Mikrofone noch eingeschaltet ist. Rasch schalte ich es aus und die Tester bestätigen, dass das Audio jetzt perfekt sei.

Learning: Inaktive Mikrofone ausschalten.

Unaufhaltsam schieben sich draussen Wolken vor die frühe Sonne und die Teilnehmer im Chat teilen mit, dass sie die Darstellung auf den Flipcharts nur schwer erkennen können. Oh weh, mein Weg zum Scheinwerfer beim Fenster ist mittlerweile abgeschnitten. Ich schalte also die Deckenbeleuchtung ein, wohlwissend, dass das nicht ideal ist, aber etwas besser, also ohne den unerreichbar gewordenen Zusatzscheinwerfer. Der zweite Teil der Aufzeichnung ist jetzt halt in gelbem Licht zu sehen.

Learning: Licht nicht ausschalten, auch auf das hellste Tageslicht ist kein Verlass.

Blick auf die Live-Übertragung

Die Teilnehmer greifen während der Fragerunde spontan zum Mikrofon und sind so auch remote gut zu hören. Die Audioqualität ist in Ordnung, auch als wir kurz das Fenster öffnen, um frische Luft hereinzulassen. In der Zeit fahren in unmittelbarer Nähe einige Züge vorbei, doch die remote Teilnehmer bekommen das nicht mit.

Die Aufzeichnung auf der Webinar-Plattform ist qualitativ akzeptabel. Ganz vergleichbar mit vielen Webinar-Plattformen, die ich kenne. Ich bin gespannt, ob der Mitschnitt, den ich mit der Kamera aufgezeichnet hatte, gleich gut oder besser ist.

Das Ergebnis war schnell klar: das Video und Audio auf dem Kameramitschnitt sind besser als auf der Aufzeichnung auf der Webinar-Plattform. Das Rauschen zu Beginn ist leider auch hier zu hören. Das Audio ist also (fast) durchgehend gut.

Zurück im Büro stellte ich eine Nachbearbeitung des Kameramitschnitts her. Damit Morenos Slides auf dem Video erkennbar sind, blendete ich sie neben der Aufzeichnung ein. Eine Arbeit, welche ich oft durchführe, wenn ich einen Videokurs herstelle (hier ein Blog dazu).

Und in dieser Form kann das Breakfast jetzt im CoLearning Space auch im Nachgang angeschaut werden. Morenos Vortrag über Führung und Mindset ist sehr spannend.

Und so geht’s zum CoLearning-Space:

  • https://co-learning.org/login/index.php  ==> neuen Zugang anlegen.
  • Der Enrolment-Key “las-ab” führt direkt in den CoLearning Space fürs Agile Breakfast++
  • Dort ist auch das Video verlinkt und die Slides können heruntergeladen werden.

 

 

 

Making Of: Interview mit Thomas Flatt

Connective Learning konnte die swissICT, den Schweizerischen Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie, als Partner gewinnen. Gemeinsam bereiten wir mehrere Events auf dem CoLearning Space vor. Seitens swissICT engagiert sich ein Team der Fachgruppe Lean Agile und Scrum, und arbeitet unter Hochdruck an einer Event-Reihe zum Thema Agilität im Herbst 2017.

Als Präsident der swissICT durfte ich Thomas Flatt zum Hintergrund des Engagements im CoLearning Space befragen.

Hier einige Eindrücke von der Vorbereitung des Interviews:

 

Einrichten, Ausleuchten, Tontest
Simon Zaugg, Marketingverantwortlicher bei swissICT, half beim Aufbauen und Testen.
Letzte Absprachen über den roten Faden des Interviews

Und hier geht’s zum Interview.

 

 

Gründungsversammlung Connective Learning

Heute wurde Connective Learning als nichtgewinnorientierter Verein  im Bahnhofbüffet Olten gegründet. Hier das Bild der Gründungsversammlung:

Gründungsversammlung Connective Learning. v.l.n.r Jiri Lundak, Ursula Deriu, Andreas Buzzi

Der Vereinszweck gemäss Statuten:

 

Connective Learning fördert das lebenslange Lernen im digitalen Zeitalter.

Dazu veranstaltet Connective Learning Veranstaltung zur informellen Weiterbildung, welche primär auf einer virtuellen Online-Plattform stattfinden und ergänzt werden können durch Vor-Ort-Veranstaltungen.  Die Vernetzung der Teilnehmenden zum Wissensaustausch ist ein zentrales Ziel. Connective Learning organisiert weitere Tätigkeiten, welche die Möglichkeiten der gemeinsamen informellen Weiterbildung im digitalen Zeitalter ausnützen.

Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Die Organe sind ehrenamtlich tätig.

Connective Learning arbeitet nicht gewinnorientiert und finanziert sich durch Mitgliederbeiträge, Spenden, Sponsoring und die Zusammenarbeit mit Partnern, deren Ziele mit denen von Connective Learning vereinbar sind.

Die virtuellen Events sind in der Regel für die Teilnehmenden kostenfrei und können von einem internationalen Publikum besucht werden und Connective Learning kann auch mit geeigneten Partnern aus dem Ausland zusammenarbeiten.

Connective Learning unterstützt die Forschung zu digitalen Lernangeboten durch Veröffentlichung von Erfahrungsberichten über die Durchführung virtueller Veranstaltungen zu informellem Lernen und längerfristig durch das Zur-Verfügungstellen von anonymisierten Logdaten ausschliesslich an Forschungseinrichtungen und ausschliesslich zu Forschungszwecken.

Statuten Connective Learning